Einleitung
Viele EPIA Nutzer kennen das Problem garantiert: Ob Windows Vista, XP oder eine umfangreichere
Linux Distribution mit KDE, die Bedienung geht aufgrund der geringen Prozessorleistung oftmals eher zäh von der Hand.
Zum Glück gibt neben den oben genannten Betriebssystemen auch noch einige handliche, kleine und schnelle Alternativen, wie z.B.
"Damn Small Linux", dem wir uns in diesem HowTo widmen wollen.
Das "Damn Small Linux" Projekt wurde 2003 von John Andrews ins Leben gerufen, mit dem Ziel, eine vollwertige Arbeitsumgebung zu liefern und dabei eine Gesamtgröße von 50 MB nicht zu überschreiten. Die englischsprachige Distribution baut zu diesem Zweck auf Knoppix
- respektive Debian GNU/Linux - auf und arbeitet sehr ressourcenschonend, so dass auf jedem, und damit auch
auf älteren,
EPIA Boards flüssiges arbeiten möglich ist. Für alle weiteren Informationen sei auf die
"Damn
Small Linux" Homepage verwiesen, auf der eine Liste aller beinhalteten Programme, Screenshots, ein Forum und vieles mehr zu finden ist.
Das normale DSL ISO-File taugt auch als Live CD. Wer also lediglich mal einen Blick auf diese Distribution werfen möchte, der brennt einfach die runtergeladene ISO-Datei mit der Brennsoftware seiner Wahl auf eine CD und bootet von dieser. Eine Festplatteninstallation ist ebenfalls möglich, soll aber nicht Gegenstand dieser Anleitung sein.
Wir wollen uns hier voll und ganz der Installation von "Damn
Small Linux" auf einen USB Stick bzw. eine Speicherkarte konzentrieren.
Dazu sei vorab noch angemerkt: Leider funktionieren nicht alle USB
Sticks gleichermaßen. Ich habe fünf verschiedene Modelle ausprobiert, wovon zwei TrekStor
Modelle definitiv nicht funktionierten. Manche USB Sticks verhalten sich gegenüber Linux nicht transparent. Sie nutzen offensichtlich Speicherbereiche, um Informationen zur Verwaltung des Flashspeichers abzulegen und sind diesbezüglich scheinbar auf Windows-Betriebssysteme angewiesen, um ordnungsgemäß ihren Dienst zu verrichten.
Leider finden sich auf den Herstellerverpackungen keinerlei Hinweise diesbezüglich, so dass die Stickauswahl zum Glücksspiel gerät. Allerdings sind die Preise für USB-Sticks derzeit so weit gefallen, dass man einen Fehlgriff leichter verschmerzen kann.
Eine letzte Anmerkung noch: Es ist auch möglich die Live CD zu booten und dann per Linksklick das Kontextmenü zu öffnen, dort dann erst „Apps“, dann „Tools“ und dann den Punkt „Install to USBPendrive“ zu wählen, um DSL auf einen
USB Stick zu installieren. Es müsste lediglich noch zwischen „USB-ZIP
| USB-HDD“ gewählt werden, je nachdem welche Bootvariante der PC unterstützt.
Aber wir werden uns hier einer anderen Methode bedienen, da:
a) Damn-Small-Linux von der Live-CD nicht immer alle USB-Controller erkennt
b) bei Kartenlesern die Situation noch schlechter aussieht
c) aus unerfindlichen Gründen vier meiner fünf USB-Sticks im Anschluss nicht als Bootdevice erkannt wurden
d) dieses How-To vorallem Windows-Usern einen Einblick geben soll, die ihren USB-Stick auch unter Windows vorbereiten möchten.